back to the roots...


...oder: Wir nutzen zur Körperpflege nur noch, was man auch essen kann ;-)

 

Es fing eigentlich damit an, dass ich mich über Tierversuche + Kosmetik informieren wollte.
So landete ich auf dem Blog der Pseudoerbse.

 

Dort las ich zufällig einen Blogeintrag übers Haarewaschen mit Roggenmehl!!!
Roggenmehl?
Jap, Roggenmehl!
Konnte ich mir gar nicht vorstellen, war aber neugierig genug um es mal auszuprobieren.
Nach einigen Wochen, in dem ich meine Haare ganz fürchterlich fand, weil sie sich einfach nur fettig und ungewaschen anfühlten, war ich dann mehr und mehr begeistert davon.
Meine Haaren waren weich, gut kämmbar und zudem sparte ich so jede Menge Plastikflaschen, in denen ich sonst die Unmengen an Shampoo jährlich kaufte.

Durch Zufall stieß ich nach und nach auf verschiedene Blogs und sonstige Quellen, in denen es um Alternativen zu den bekannten kosmetischen Produkte ging.

Bei einem Blog las ich u.a. einen Satz, den ich einfach so für mich übernehmen wollte: Nur noch Dinge/Produkte für die Körperpflege nutzen, die man auch essen kann.

Hintergrund hier: Auch über die Haut nehmen wir alle Stoffe, die den ganzen Tuben, Flaschen und Tiegeln enthalten sind und niemand würde sich morgens z.B. etwas von seiner Handcreme aufs Brot schmieren und essen :-D

 

Um die ganze Sache abzukürzen...einige Bereiche haben wir inzwischen umgestellt und benutzen nur noch alternative Pflegeprodukte und nach und nach werden es sicherlich noch mehr werden.

Da ich immer mal wieder auf Menschen stoße, die an diesen Dingen durchaus auch interessiert sind, hab ich mir gedacht, ich fasse hier einfach mal zusammen, was wir bisher so nutzen, vielleicht ist es für den Einen oder Anderen ein kleiner Einstieg und Anstoß noch mehr für sich in der Richtung zu finden.

 

Vorab noch kurz: I.d.R. wachsen wir alle mit den "üblichen Pflegeprodukten" auf und auch unsere Körper sind darauf gewissermaßen konditioniert, d.h. unsere Körper produzieren z.B. Unmengen an Talg, wenn man Haare jeden Tag wäscht oder die Haut fühlt sich durch das tägliche Duschen mit Duschgels ausgetrocknet aus, was i.d.R. dazu führt, dass wir uns mit allerlei Cremes und Bodylotions eincremen.

 

Wenn man von diesen Produkten weggeht und Alternativen nutzt, muss man erst durch eine gewisse Phase des Umlernens durch; d.h. der Körper muss erst (wieder) lernen, dass er nicht mehr so viel Talg produzieren muss, weil man keine Tenside mehr nutzt, die ihn komplett entfernen.

Diese Phase ist nicht grade eine Blümchenwiese, aber ich kann nur auf meine Erfahrungen schauend sagen: Es lohnt sich! Einfach ausprobieren!
Ich fühle mich inzwischen mehr als wohl in meiner Haut :-)

Roggenmehl

Roggenmehl (für lange Haare nehme ich etwa 3-4 EL vom Mehl) mit warmen Wasser zu einer Konsistenz, ähnlich wie Shampoo zusammenrühren.

Am besten das Mehl sieben damit sich keine Mehlklümpchen bilden.

 

Ca. 20-30 Minuten quellen lassen, ist die Konsistenz zu dick geworden, einfach noch mal etwas Wasser dazu.

 

Haare nass machen, Roggenmehlmischung auf die Haare geben und und einmassieren, kurz einwirken lassen (etwa 2-3 Minuten) und dann sehr gründlich ausspülen (sonst rieselt es später vom Kopf ;-) ).

Natron

Natron, etwa 2-3 TL davon, in einem halben Liter warmen Wasser auflösen und dann auf das nasse Haar geben und gut einmassieren.

 

Gut ausspülen. Fertig.

 

Aber Natron kann noch mehr.
Wir nutzen es auch als Deo:

1 TL Natron mit 60ml Wasser mischen.
Wer mag kann noch einige Tropfen eines ätherischen Öls dazugeben.

Die fertige Mischung in einen Zerstäuber geben und wie gewohnt nutzen (vorm Benutzen kurz schütteln).

Zitronensaft

Ich habe Zitronensaft anfangs genutzt, wenn meine Haare sich zwischen den einzelnen Haarwäschen mit Roggenmehl zu fettig anfühlten.
Dirk nutzt momentan nur noch Zitronensaft zur Haarreinigung.

 

Etwa 3 EL Zitronensaft mit einem halben Liter Wasser mischen und dann wie beim Natron auf die Haare geben, einmassieren, ausspülen.


Apfelessig

Apfelessig ist eine wunderbar Haarspülung.
Ich nutze es nach jeder Haarwäsche mit Natron.
Hierbei einfach 4 EL Apfelessig mit etwa 400ml Wasser mischen und über die Haare geben und nicht mehr ausspülen!

 

Der leichte Essiggeruch verfliegt beim Haaretrocknen.

 

Durch das Apfelessig glänzen die Haare und sind ganz leicht kämmbar.

Olivenöl

Olivenöl ist perfekt für weiche Hände und eignet sich auch als Bodylotion.

 

Einfach ein paar Tropfen in die Handflächen geben und verreiben, mit den eingeölten Händen über die gewünschten Hautstellen fahren.

 

Für beanspruchte Hände einfach etwas mehr Öl in die Hände geben und die Hände ganz damit einreiben, dann Einweghandschuhe anziehen und das Öl so ca. 30 Minuten einwirken lassen, nach dem Ausziehen der Handschuhe das überschüssige Öl mit einem Taschentuch oder Küchenkrepp abtupfen.

Salz, Zucker, Kaffeesatz

Peeling gewünscht?

Olivenöl gemischt mit Zucker, mittelgroben Salz oder Kaffeesatz gibt ein perfektes Peeling...auftragen wie bei bei herkömmlichen Peelingprodukten.

Abspülen und das überschüssige Öl verreiben oder mit einem Taschentuch abtupfen. 

 

Koffein wird u.a. in herkömmlichen Mitteln zur Hautstraffung eingesetzt.
Ob es wirkt kann ich nicht sagen, aber durch ein Kaffeesatzpeeling kommt man auch an Koffein ;-)